Ulli Wittemann

Conscious Contact und Achtsame Sinnlichkeit

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Ulli Wittemann

Ulli Wittemann hat die Lust an menschlichem Wachsen, Kommunikation und Bewegung immer wieder auf neue Wege gelockt – nach Standardtanz und Hip Hop als Teenager und 25 Jahren mit verschiedenen Kampfkünsten (Judo, Aikido, Kickboxen, Boxen und zuletzt Thaiboxen) entdeckte er 2001 im Rahmen seines Schauspielstudiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt die zeitgenössische Tanzform Contact Improvisation. Nach acht Jahren als Schauspieler im festen Engagement am Stadttheater mit mehr als 1.000 Vorstellungen in Marburg, Nürnberg und München widmet er sich seit 2010 intensiv dem Unterrichten von CI, Schauspiel, Bewußtheit und Kommunikation. In dieser Zeit begann er auch, sein PLAYFIGHT System zu entwickeln, welches auf der Idee basiert, Menschen ohne tänzerischen oder Kampfkunsthintergrund zu ermöglichen, den kriegerischen (nicht aggressiven!) Teil ihrer Persönlichkeit in einer Atmosphäre von Respekt und Achtsamkeit zu erforschen und zu genießen. Non-Kompetitivität und das Finden eines gemeinsamen Energieflusses/Flows sind die Grundpfeiler dieses Systems. Seit 2011 haben zahllose Teilnehmer in seinen Contact Improvisation und PLAYFIGHT Kursen ihr Körperbewusstsein, ihre Lebensfreude und die Freude an achtsamer Berührung und Bewegung wiederentdeckt und mehr Klarheit zu ihren Grenzen gewonnen.
Seit 2010 gibt er Workshops, Masterclasses, Klassen und Retreats in vielen Ländern Europas, der Türkei, Israel, Palästina, Russland, den USA, Kanada, Thailand, Bali, Japan, China und Indien. Regelmäßig unterrichtet er am Freien Musikzentrum in München und hat über 7 Jahre das Tempelhof Contactfestival in Süddeutschland und das Conscious Flow Festival in Indien mitorganisiert. Im Mai 2019 fand unter seiner Leitung zum ersten Mal das BODY MIND SOUL Festival in Weißenhorn bei Ulm statt.
Von 2013 bis 2015 war er Hauptbewegungslehrer an der Schauspielschule Zerboni in München. Seit 2017 waren weitere Stationen seines Unterrichtens die Bayerische Theaterakademie August Everding, die Universitäten in Montreal/Kanada und Yokohama und die Eliteuniversitäten von Tokio und Tsukuba/Japan, sowie die Auroville Theater Company und die renommierte National School of Drama in New Delhi/Indien. Im Oktober 2017 erhielt er die Ernennung zum Gastprofessor an der Sichuan University of Arts and Science.
Die Beschäftigung mit der Lehre des Buddhismus, das Reisen und Teilen seiner Ideen in verschiedenen kulturellen Kontexten und die Verbindung zur Natur sind ihm wichtige Quellen von Zufriedenheit und Inspiration, die in sein Unterrichten und seine Projekte einfließen und ihn als Mensch prägen.

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2 Kommentare

  • „Es ist jeder von uns gefragt“, sagt Ulli – für mich einer der Kernsätze.
    Die „Gesellschaft“ kann nicht heilen, da sie auch nicht krank ist. Die einzelnen Menschen, die die Gesellschaft (oder Politik, oder Wirtschaft, oder Kultur….) ausmachen / bilden, sind die Keimzellen, die tief innere Heilung brauchen, die sich dann im Außen spiegeln kann. Und die großen Klüfte tun sich auf, weil so viel Angst, meist tief unbewusste, das Handeln eines jeden Menschen steuert. Die gilt es – so erfahre ich es selbst in liebevoller gemeinsamer, entschleunigter „Arbeit“ mit lieben Menschen – langsam zu bergen, zu entlarven und zu offenbaren – das Rumpelstielzchenprinzip.

    Aus ganz eigener Erfahrung mag ich teilen, dass Berührung mit anderen erst tragbar ist, wenn ich in der Lage bin, meine Gefühle bei Berührung halten zu können. Und dafür war es für mich essenziell, erst von anderen voll und ganz akzeptiert zu werden, dass ich keine Berührung will, da bleiben zu dürfen und auch den anderen nicht weggehen zu erleben, wenn ich in körperlicher Distanz bleibe.
    Mich langsam annähern dürfen in meinem eigenen Tempo, sich gegenseitig „zähmen“, wie der Fuchs und der „Kleine Prinz“. 🙂

    Mitgefühl für andere, Verbundenheit mit anderen ist auch ein Spiegel im Außen – Hintergrund, wenn man dieses empfindet – ist das Mitgefühl und die Verbundenheit mit mir selbst – das gilt es zu lernen, trainieren, üben, in Entschleunigung und Langsamkeit.
    Danke für Ullis Hinweis ganz am Anfang, dass es ganz kleinschrittig geht und vermutlich in einem Leben nicht ganz zu bewältigen ist.
    „Uns selbst was Gutes tun.“ – DANKE

  • Antonia

    Ich wünschte, mehr Menschen würden sich trauen, mich eingeschlossen, im konventionellen Umfeld einfach mal zu sagen, „hey, ich wünsche mir mehr Verbundenheit und möchte gerne in Stille deine Hand halten, ist das in Ordnung für dich“. Deswegen will ich in Gemeinschaft leben, weil ich denke, solche Menschen sind weiter mit ihren Gefühlen etc. als in meinem jetzigen, klassischen, konventionellen Umfeld. Aber das ist natürlich auch keine Gewähr. Vielleicht darf wirklich ich anfangen, diesen Satz zu sagen…

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